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Sterilisation - Vasektomie

Wir führen die "Non-scalpel" Vasektomie (NSV) durch: Bei diesem Verfahren handelt es sich um eine Vasektomie, bei der es zu keinem direkten Hautschnitt kommt und demzufolge auch kein Skalpell benutzt wird.

Bei der "Non-scalpel" Vasektomie wird die Hodensackhaut (Skrotalhaut) an einer oder zwei Stellen örtlich betäubt (von Operateur zu Operateur unterschiedlich). An dieser/diesen Stellen wird die Haut mit einer Klemme aufgespreizt. Die Wunde wird so gedehnt, dass der Samenleiter freigelegt werden kann. Mit einer speziellen Halteklemme wird der Samenleiter gefasst. Anschließend erfolgt die Durchtrennung des Samenleiters und die Entnahme eines etwa 1 - 3 cm langen Samenleiterstücks. Die beiden Enden werden elektrisch verödet und vernäht. Im Ergebnis ist somit der Transportweg der Spermien unterbrochen. Zum Abschluss werden die jeweiligen Enden in verschiedenen Gewebeschichten des Hodensackes versenkt und die Haut darüber mit einem Faden verschlossen. Dieser Eingriff dauert insgesamt ca. 15-30 Minuten. Die Hautfäden werden nach 5-7 Tagen wieder entfernt.

Vasektomie

 

Zuverlässigkeit der Behandlungsmethode:

Verhütungsmethode Pearl Index*
Hormonimplantat bei der Frau 0 – 0,08
Sterilisation des Mannes 0,1
Hormonspirale 0,16
Pille 0,1 – 0,9
Sterilisation der Frau 0,2 – 0,3
Depotspritze 0,3 – 0,88
Mini-Pille 0,5 – 3
Vaginalring 0,4 – 0,65
Verhütungspflaster 0,72 – 0,9
Kupferspirale 0,3 – 0,8
Basaltemperaturmethode 0,8 – 3
Lea Contraceptivum 2 – 3
Diaphragma 1 – 20
Portiokappe 6
Kondom für die Frau 5 – 25
Chemische Verhütungsmittel 3 – 21
Kondom 2 – 12
Kalendermethode 9
Koitus interruptus 4 – 18
Keine Verhütung 85

 

* Der Pearl-Index ist das Beurteilungsmaß für die Sicherheit von Verhütungsmitteln: je kleiner der Pearl-Index, desto sicherer die Verhütungsmethode. Wenden 100 Frauen ein Jahr lang das gleiche Verhütungsmittel an und treten in diesem Zeitraum drei Schwangerschaften auf, so beträgt der Pearl-Index 3. Ein Pearl Index von 0,1 besagt, dass eine von 1000 Frauen, die ein Jahr lang das gleiche Verhütungsmittel anwenden, schwanger wird.

Quelle der Zahlenangaben:
Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe Juli 2004, pro familia